header
menue vor zurueck
spacer    
 
Sexuell übertragbare Krankheiten (STIs)

Sex kann Spaß machen und zum Wohlbefinden beitragen. Aber auch Risiken mit sich bringen: Zum Beispiel Krankheiten, mit denen man sich dabei anstecken kann.

Zu diesen sexuell übertragbaren Krankheiten, auch STIS genannt, gehören beispielsweise Tripper, Syphilis, eine Infektion mit Chlamydien, oder aber auch Hepatitis und Feigwarzen. Diese Krankheiten sind viel leichter übertragbar als HIV, manche schon durch Küssen oder bei bloßem Hautkontakt. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es daher nicht, es sei denn, man hat gar keinen Sex mit anderen.

Viele dieser Krankheiten bemerkt man zuerst überhaupt nicht. Sie können dann in aller Stille den Körper schädigen oder unbemerkt an andere weitergeben werden. Außerdem erhöhen einige STIs das Risiko einer HIV-Übertragung (und zwar mitunter erheblich!).

Die gute Nachricht: Die meisten STIs lassen sich gut und effektiv behandeln, wenn sie rechtzeitig erkannt werden und sich auch die Sexpartner mitbehandeln lassen.

 

Woran bemerkt man eine sexuell übertragbare Krankheit?

Mögliche Anzeichen sind:
dotAusfluss aus Schwanz oder Hintern
dotBrennen oder Schmerzen beim Pinkeln, Juckreiz der Harnröhre
dotBlut oder Schleim im Stuhl, Verfärbung von Urin oder Stuhl, Schmerzen beim Stuhlgang
dotWiederkehrende Durchfälle, evtl. im Wechsel mit Verstopfung
dotSchmerzen an Schwanz, Hoden oder am Hintern, Schwellung der Hoden
dotBläschen, Knötchen, Warzen und offene Stellen an Schwanz, Mund, am/im Hintern oder dem ganzen Körper
dotRötungen oder weißliche bis gelbliche Beläge im Mund, am Schwanz oder am/im Hintern nach dem Blasen oder Ficken
dotUngewöhnliche Hautveränderungen, Ausschläge, Rötungen, Juckreiz
dotGeschwollene Lymphknoten in der Leiste und/oder an anderen Stellen
dotStarker Juckreiz, z. B. an den Schamhaaren und anderen behaarten Stellen
dotLänger anhaltendes Druckgefühl im Bauch, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit
dotAnhaltende Abgeschlagenheit oder Müdigkeit
dotUnklares Fieber

Wer solche Krankheitszeichen bemerkt, sollte unbedingt bei einem Arzt abklären, ob man sich mit einer STD angesteckt hat, auch dann, wenn die Veränderungen von alleine wieder verschwinden!
Wichtig ist, dass man mit dem Doc offen über das Schwulsein und seine Sexualität reden kann.

Wer häufig Sex mit wechselnden Partnern hat, sollte sich regelmäßig untersuchen lassen, möglichst einmal pro Vierteljahr, mindestens ein- bis zweimal pro Jahr. Denn oft machen STDs kaum oder gar keine Beschwerden, daher sind solche Routinechecks durchaus sinnvoll.

Tipp: Adressen von schwulen(freundlichen) Ärzten bekommt man bei den schwulen Infoläden (Adressen unter www.gay-web.de/switchboards) oder bei den Aidshilfen (Adressen unter http://www.aidshilfe.de/)



STDs und HIV: Risiko hoch zwei

Einige dieser sexuell übertragbaren Krankheiten führen zu Veränderungen oder Entzündungen der Haut- und Schleimhäute, die HIV zusätzliche Angriffsflächen bieten. Besonders "empfänglich" sind beispielsweise die Geschwüre der Syphilis und die aufgeplatzten Bläschen bei einem Genital-Herpes. Für einen Negativen kann sich dadurch das Ansteckungs-Risiko mit HIV bis um das 10-fache erhöhen! Quelle [Deutsch/Österreichische Empfehlungen zur Post-Expositions-Prophylaxe, 2007]

HIV-Positive sind aufgrund ihres geschwächten Abwehrsystems anfälliger für sexuell übertragbare Krankheiten und können dann auch HIV leichter weitergeben. Zum einem erhöht sich durch eine STD häufig die Konzentration von HIV im Blut oder Sperma (gilt besonders für HIV-Positive, die noch keine Medikamente nehmen, oder bei denen die Medikamente nicht so gut wirken). Zum anderen enthalten Hautveränderungen (wie beispielsweise Syphilis-Geschwüre) häufig erhebliche Mengen an HIV. Bei Erkrankungen, die mit Ausfluss oder Nässen verbunden sind (wie etwa der eitrige Ausfluss bei einem Tripper), sind die abgesonderten Flüssigkeiten ebenfalls sehr ansteckend für HIV. Auch für den Positven gilt, dass sich durch bestimmte STDs das Übertragungsrisiko für HIV bis um das 10-fache erhöhen kann!
Quelle [Deutsch/Österreichische Empfehlungen zur Post-Expositions-Prophylaxe, 2007]


Haben sowohl der positive als auch der negative Sexpartner eine STD, addieren sich diese Risiken. So kann selbst aus einem geringen HIV-Ansteckungsrisiko sehr schnell ein großes werden...


Wie kann man sich vor STDs schützen?

Wie gesagt, ist es fast unmöglich, sich vor einer Ansteckung mit einer STD sicher zu schützen. Selbst wer sich konsequent an die Safer-Sex-Regeln hält, schützt sich damit zwar vor einer Ansteckung mit HIV, ist aber dennoch nicht davor sicher, sich andere sexuell übertragenen Krankheiten einzufangen.

Trotzdem kann man aber doch einiges tun, um die Gefahr einer Ansteckung zu verringern. Eine Möglichkeit ist es beispielsweise die Zahl seiner Sexpartner gering zu halten. Die Wahrscheinlichkeit sich mit einer STD anzustecken verdreifacht sich, wenn man mit mehr als zehn Partnern pro Jahr Sex hat.
Quelle [Kabasti-Studie des RKI, 2007]

Außerdem gilt:

dotKontakt mit entzündeten oder geröteten Hautstellen, Warzen, Geschwüren und Herpesbläschen meiden und Sexpartner, wenn möglich, darauf ansprechen.
dotImpfung schützt vor Hepatitis A und B (auf ausreichenden Schutz achten, gegebenenfalls nachimpfen). Die Schutzimpfung ist jedem Schwulen zu empfehlen! Geschützt ist man übrigens auch, wenn man schon einmal eine Hepatitis A oder B durchgemacht hat.
dotKondome schützen vor HIV und können das Risiko einer Ansteckung mit anderen STDs verringern. Für jeden neuen Partner ein neues Kondom überziehen - das gilt auch, wenn man Dildos von oder bei anderen Partnern benutzt!
dotBeim Fisten für jeden neuen Partner einen neuen Handschuh und das eigene Gleitmittel verwenden.
dotAuf Hygiene achten: Manche Erreger können z. B. auch übertragen werden, wenn mehrere Personen in denselben Gleitmitteltopf greifen, wenn man mehrere Partner fingert oder wenn man Sperma "verteilt". Nach dem Sex Hände, Schwanz, Hintern und Körper waschen - das kann das Übertragungsrisiko senken.



 

 

spacer  
footer
s